Soziales Minenfeld: das Abschiedstütchen
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Am Ende kommen sie raus: die Abschiedstütchen. Schon zu meiner Kindergarten-Zeit gab es sie (und das ist lange her!) und waren noch mit Süßigkeiten aller Art gefüllt. Heute muten sie manchmal wie eine Kopie vom Geschenketisch an. Man bewegt sich bei der Ausgabe auf Zehenspitzen zwischen dem 500 gr Gummibärchen-Pack und quietschbunten Plastik-Dingern, die nach drei Minuten kaputt gehen, um dann eine Ewigkeit im Ozean dümpeln. Zwischen diesen beiden Polen habe ich auch festgesessen und mich gefragt: was zum Henker pack ich da jetzt rein?
Bei diesem Thema kann man sich nur in die Nesseln setzen. Ernährungsthemen sind schon unter Erwachsenen mittlerweile etwas, dass man beim Small Talk ähnlich wie Geld, Religion und Politikthemen tunlichst vermeiden sollte, wenn man sich unter Umständen nochmal wiedersehen möchte. Beim Plastikspielzeug gilt mehr oder weniger ähnliches, einzig Lego scheint hier eine Schweizer Position einzunehmen. Das fällt aber aus dem Mitgebsel Portfolio raus, wenn man das Budget nicht verdoppeln möchte.
Aber: ohne Abschiedstütchen geht es gar nicht, soviel Einigkeit kann beobachtet werden.
Oder was meinst Du? Feste feiern, wie sie fallen? Man hat ja nur einmal im Jahr Geburtstag? Nun, je nach Größe des Freundeskreises deines Kindes begegnet uns das Abschiedstütchen sehr viel öfter. Und mit der Zeit spielt sich der Inhalt vielleicht auch auf einen gewissen Konsens ein. Aber in den ersten Jahren robbt man sich halt so durch das Minenfeld durch. Ich versuche mich hier einmal an einem roten Faden, an dem ihr euch langhangeln könnt, wenn ihr wollt (und wenn ihr nicht wollt, wenigstens nicht schießen, bitte).
Da wären zunächst die eigentlichen Tütchen der Abschiedstütchen, also die Verpackung und Darreichungsform des Ganzen. Spoiler: alles, was Tütchenform hat, ist super! Papier vielleicht noch etwas netter als Plastik. Da tun es durchaus auch die guten, alten Butterbrottüten. Oder die übrig gebliebenen Tüten vom letzten Adventskalender. Besonders bastelwütige können aus Papierresten (oder natürlich auch neuem Papier) etwas falten und kleben. Oben umknicken, vielleicht mit einem Sticker versiegeln, fertig. Damit ist den groben Anforderungen genüge getan. Wer mehr möchte, kann die Tütchen passend zum Partymotto oder in den Lieblingsfarben vom Geburtstagskind gestalten. Gibt’s problemlos online und im Papiergeschäft käuflich zu erwerben. Bei den Schatzpaketen findest du zum Beispiel Tütchen aus Papier, die zum Thema passen, inklusive der Sticker zum Verschließen.
Das war jetzt noch der einfache Part – kommen wir zum Inhalt. Für die einzelnen Schatzpakete gibt es Listen, die viele Vorschläge enthalten, was du (passend zum Thema) in die Tütchen stecken kannst. Meine Empfehlung für die Menge wären zwei oder drei Dinge und ein oder zwei kleine Süßigkeiten. Damit bist du gut aufgehoben. Ich persönlich würde eher darauf achten, dass die Dinge einen haltbaren Eindruck machen und nicht nach der ersten Nutzung den Geist aufgeben. Besprich den Inhalt mit dem Geburtstagskind, es wird sicher seine eigenen Vorstellungen haben. Wenn du die Übergabe im Rahmen der Schnitzeljagd oder Schatzsuche planst, lege die Aktivität so, dass das Finden vom Schatz – in diesem Fall die Abschiedstütchen) auch am Ende des Geburtstages stattfindet. Eventuell möchtest du vorher im Rahmen der Schatzsuche an der letzten Station noch etwas zu essen und zu trinken anbieten. Wenn dann alle ihr Tütchen haben und natürlich hineingucken wollen, kann es ziemlich wuselig werden.
Hier findest du kostenlos die Vorschläge für Mitgebsel-Tüten zum Download – wenn du dich für den Newsletter anmeldest (keine täglichen Spam-Mails - nur ab und zu ein paar Tipps und Tricks für deine nächste Kindergeburtstagsplanung, versprochen!).